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Flüchtlingsrat komplett zur Verfügung gestellt.
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Donnerstag, 30. März 2017
Samstag, 18. März 2017
Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrates zur Demonstration am 18.03.2017
Trotz heftigem Regen und starkem
Wind: Erneut rund 250 Augsburger*innen für ein friedliches Miteinander und
gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit auf der Straße!
Die Anschläge halten an, kriegerische Auseinandersetzungen sind an der
Tagesordnung. Bis auf weiteres hat Afghanistan als ein von Krieg und Terror
geplagtes Land zu gelten. Dennoch hält die schwarz-rote Bundesregierung und
ihre Erfüllungsgehilf*innen in zahlreichen Bundesländern an ihrer
Abschiebepolitik fest. Aus diesem Grund hat der Augsburger Flüchtlingsrat zum
nun schon sechsten Mal zu einer
Demonstration für ein friedliches Miteinander und gegen Abschiebungen in Krieg
und Perspektivlosigkeit aufgerufen. 250
Menschen folgten diesem Aufruf und taten nach der Auftaktkundgebung am
Moritzplatz auf der Demoroute über Rathausplatz, Steingasse, Annastraße und
Königsplatz ihre Solidarität lautstark kund.
Die stets schon absurden und ohne weiteres als wahlkampftaktisch motiviert
dechiffrierbaren Äußerungen des Bundesinnenministers de Maizière zu den »sicheren«
Regionen in Afghanistan – wozu wohlgemerkt auch die Hauptstadt Kabul gezählt
wird – wurde erst jüngst wieder durch den verheerenden Anschlag auf ein Kabuler
Krankenhaus konterkariert. 49 Menschen kamen bei dem Angriff der
Terrormiliz IS ums Leben, über 79 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
Dies ist jedoch nur der aktuellste traurige Höhepunkt der sich kontinuierlich verschlechternden
Sicherheitslage in Afghanistan. Laut UN-Angaben stieg die Zahl der zivilen
Opfer 2016 deutlich an, mehr als 1500 Menschen wurden verletzt oder getötet. Im
Vergleich zu 2015 bedeutet das eine Steigerung um 75 Prozent.
An der Abschiebepolitik von
Bundes- und Landesregierungen ändert sich derweil wenig. Die
ressentimentgeladene und von rechten Hetzer*innen vor sich hergetriebene
Politik betrifft aber bei weitem nicht nur unsere akut von Abschiebungen
betroffenen Augsburger Mitbürger*innen, wenngleich deren Schicksal zweifellos
das schlimmste ist. Wir alle sind
betroffen! Es betrifft uns alle, wenn Gesetze gegen Schutzsuchende
verabschiedet und Mauern gebaut werden. Wir alle – egal welcher Herkunft,
Sprache, religiösen Überzeugung, Sexualität und Nationalität – sind es, die
tagtäglich mit Tatkraft und Herz für ein friedliches Miteinander arbeiten, in
dem Menschen in Not Schutz gewährt wird.
Es betrifft uns alle, wenn mit Gesetzen Bürger- und Menschenrechte
ausgehebelt werden, um die als Besorgnis bemäntelten Forderungen
rechtspopulistischer und rechtsradikaler Parteien zu befriedigen, wenn Parteien
der Mitte deren ausgrenzende Sprache und Programmatik übernehmen, um eine
quengelnde Minderheit ruhig zu stellen.
Vertreter*innen des Augsburger
Flüchtlingsrats, des Stadtjugendrings, von Tür
an Tür, des Bert-Brecht-Kreises
Augsburg e.V. und des Augsburger Regionalverbands Deutscher Sinti
und Roma thematisierten bei der Auftaktkundgebung aus verschiedenen
Blickwinkeln die menschenunwürdigen Abschiebepraktiken und die noch zu
erwartenden Verschärfungen im Bereich der Asylpolitik. Es wurden Forderungen an
Bundes- und Landesregierung, aber auch an die Augsburger Stadtregierung
artikuliert, die einen Anfang Februar veröffentlichten Offenen Brief des FlüRas bisher unbeantwortet ließ.
Der Flüchtlingsrat und seine
zahlreichen Unterstützer*innen aus der Augsburger Zivilgesellschaft machen mit
der Kundgebung klar:
- Die unmenschlichen Abschiebungen in von Krieg verheerte und von Perspektivlosigkeit gekennzeichneten Länder müssen aufhören!
- Politiker*innen dürfen sich nicht aus wahltaktischen Gründen vor den Karren der Rechtsradikalen spannen lassen!
- Die Stadt Augsburg muss alles in ihren Mächten Stehende tun, um dem selbsterklärten Dasein als Friedensstadt gerecht zu werden und als Stadt der Zuflucht lebenswerte und sichere Umstände für alle Augsburger*innen zu gewährleisten.
Freitag, 10. März 2017
Demo-Aufruf des Augsburger Flüchtlingsrates
Der Augsburger Flüchtlingsrat ruft erneut auf zu einer Demonstration
Für ein friedliches Miteinander und gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit
Samstag 18.03.2017 --- 12.00 --- Moritzplatz
Wir geben nicht auf! Wir geben nicht auf, weil es uns alle betrifft, wenn
Gesetze gegen Schutzsuchende verabschiedet und Mauern gebaut werden. Wir alle -
egal welcher Herkunft, Sprache, religiösen Überzeugung, Sexualität und
Nationalität - sind es, die tagtäglich mit Tatkraft und Herz für ein
friedliches Miteinander arbeiten, in dem Menschen in Not Schutz gewährt wird.
Es betrifft uns alle, wenn mit Gesetzen Bürger-
und Menschenrechte ausgehebelt werden, um die als Besorgnis bemäntelten
Forderungen rechtspopulistischer und rechtsradikaler Parteien zu befriedigen,
wenn Parteien der Mitte deren ausgrenzende Sprache und Programmatik übernehmen,
um eine quengelnde Minderheit ruhig zu stellen.
Wir sind die, die im langen Sommer der Migration überforderten Behörden
unter die Arme gegriffen haben, die immer noch und zusammen mit Menschen
jeglicher Herkunft Integrationsarbeit leisten, die beim Deutsch lernen helfen,
die zwischen Behörden und Neuangekommen vermitteln, die auf Persisch, Arabisch,
vielen andren Sprachen und mit Händen und Füßen übersetzt.
Wir sind es, die so an einer friedlichen Zukunft arbeiten, weil wir sehen,
dass Wirtschaftspolitik, Außenpolitik und Rüstungsexporte ganze Regionen verheeren und Menschen zur Migration zwingen.
Wir werden deshalb nicht schweigend hinnehmen, dass Menschen an den
Außengrenzen sterben und andere, die, obwohl sie hier Zuflucht gefunden haben,
in Krieg und Perspektivlosigkeit abgeschoben werden sollen.
Wir wollen hörbar machen, dass wir immer noch an dieser Zukunft arbeiten,
auch gegen alle Widerstände. Wir zeigen das mit unserer täglichen Arbeit, aber
jetzt auch auf der Straße.
Der Augsburger Flüchtlingsrat ruft daher alle zur mittlerweile 6.
Demonstration für ein friedliches Miteinander und gegen Abschiebungen in Krieg
und Perspektivlosigkeit auf.
Kommt alle am 18. März 2017 um 12.00 Uhr zum Moritzplatz und zeigt Eure
Solidarität mit Menschen, die Zuflucht suchen. Solidarität muss politisch
werden!
Der Weg für Samstag:
Der Weg für Samstag:
Samstag, 11. Februar 2017
Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrats zur Demo am 11.02.2017
***Still ❤ing Bleiberecht! Nächstenliebe statt Abschiebungen!***
Angesichts der anhaltenden Abschiebungen nach
Afghanistan folgten erneut ca. 450 Menschen dem mittlerweile fünften Aufruf des
Augsburger Flüchtlingsrats zu einer Demonstration gegen Abschiebungen in Krieg
und Perspektivlosigkeit. Mit Häkelherzen, Luftballons und Protestpostkarten
setzten sie ein deutliches Zeichen gegen die ressentimentgetriebene Politik der
Kälte! Flankiert wurde die Kundgebung von zeitgleich stattfindenden
Veranstaltungen in zahlreichen weiteren deutschen Städten wie Hamburg,
Berlin, Düsseldorf und Nürnberg.
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Im
vergangenen Jahr, am 14.12.2016 hat die Bundesrepublik Deutschland mit den
Sammelabschiebungen nach Afghanistan begonnen. Am 23.01.2017 starte eine
weitere Maschine Richtung Kabul. In beiden Fällen waren auch Augsburger mit an
Bord.
Den
massiven Protesten aus allen Spektren der Zivilgesellschaft zum Trotz, hält die
Bundesregierung weiterhin an den Deportationen in das von Krieg und Terror
gezeichnete Land fest. Mit weiteren Abschiebungen ist bereits in den nächsten
beiden Wochen zu rechnen. Die Situation in Afghanistan verschlechtert sich
derweil drastisch: Der Rückzug des Roten
Kreuzes infolge einer terroristischen Attacke sowie der aktuelle Bericht
des UNHCR markieren dabei nur die
jüngsten traurigen Höhepunkte. Die Süddeutsche
Zeitung (10.02.2017) berichtete ferner davon, dass ein am 23.01.2017 aus
der Umgebung von Bamberg abgeschobener Afghane Opfer eines Attentats in Kabul
geworden ist.
Seit
dem Anfang Oktober 2016 mit der afghanischen Regierung ausgehandelten
Rückführungsabkommen herrscht vielerorts ein Klima der Panik und Verzweiflung.
Besonders in Bayern sind afghanische Geflüchtete einem enormen behördlichen
Ausreisedruck in Form von Arbeitsverboten, Nichtverlängern von
Ausweisdokumenten oder Ausschluss von Integrationsleistungen ausgesetzt. Seit
den erfolgten Sammelabschiebungen steigt die Angst, bald selbst betroffen zu
sein. Bundesweite Aufmerksamkeit erreichte in diesem Zusammenhang auch die
»freiwillige« Ausreise des Augsburger Künstlers Pouya. Der Augsburger
Flüchtlingsrat hat diesen Fall zum Anlass für einen Offenen Brief an OB Kurt Gribl genommen, in dem dieser aufgefordert wurde, dem Vorbild der Stadt Köln zu
folgen und auf städtischer Ebene eine Verbesserung der Situation von
langfristig Geduldeten zu forcieren und Bleiberechtsperspektiven zu eröffnen.
Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und um gegen die unmenschliche und erst vorgestern erneut verschärfte Abschiebepraxis zu protestieren, rief der Augsburger Flüchtlingsrat zu einer bunten und vielfältigen Großdemonstration auf, der rund 450 Menschen folgten. Vertreter*innen des Flüchtlingsrates sowie von Organisationen, die den Offenen Brief unterstützen, wiesen in zahlreichen Redebeiträgen auf die verheerenden Zustände in Afghanistan, aber etwa auch auf die integrationsuntergrabenden Wirkungen einer Politik der Angst hin. Auf dem anschließenden Marsch durch die Augsburger Innenstadt schickten die Demonstrant*innen noch eine weitere Botschaft an die Abschiebepolitiker*innen in München und Berlin: 500 Luftballons mit der Aufschrift Ich flieg wohin ich will… Für offene Grenzen! segelten in den frühlingshaften Augsburger Himmel.
Der
Augsburger Flüchtlingsrat fordert die Bayerische Staatsregierung dazu auf, sich
den Beschlüssen der Landesregierungen von Schleswig-Holstein, Bremen, Berlin, Rheinland-Pfalz
und Niedersachsen zur Aussetzung von Abschiebungen nach Afghanistan
anzuschließen! Bundesinnenminister de Maizière wird dazu aufgefordert, endlich
von der Mär von Afghanistans sicheren Regionen zu lassen!
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