Freitag, 21. Februar 2020

Stoppt den rechten Terror! --- Demo am 22.02.2020 --- Kö --- 15.00

"In Zeiten der Kontinuitäten polizeilicher und politischer Verharmlosung von Rechtsterrorismus, in Zeiten, in denen Solidarität verweigert wird und die Bereitschaft, das geschehene Unrecht anzuerkennen häufig ausbleibt, die Verantwortung sogar den Opfern selbst zugeschrieben wird und eine konsequente juristische Verfolgung allzu oft verweigert wird, brauchen wir keine volkstümelnde deutsche Leitkultur, sondern eine antifaschistische Leitkultur. Hierzulande und überall dort auf der Welt, wo rechte Gewalt den Alltag bestimmt. Denn: Wer schweigt und verharmlost, stimmt zu."
(medico international, 20.02.2020)

 

Sonntag, 15. Dezember 2019

FlüRa lädt ein: Leben an Bord


Leben an Bord.

Erfahrungsbericht und Austausch mit Jonas Müller, Medic auf der Sea Watch 3/Mission 23


Ort: Café Tür an Tür, Wertachstr. 29, 86153 Augsburg            

Datum: 10.01.2020

Beginn: 19.00


Die Lage an den europäischen Außengrenzen in Mittelmeer und Ägäis ist unverändert verheerend. Zahlreiche Menschen wagen die gefährliche Überfahrt und geraten dabei in Seenot. Auch die wohlwollende Medienberichterstattung fokussiert in aller Regel auf die dramatischen Momente der Aufnahme Schiffbrüchiger, oder rückt – wie in diesem Sommer mit Pia Klemm und vor allem Carola Rackete – Einzelpersonen als heroische Figuren des Geschehens in den Mittelpunkt.
Die Rettungsmissionen sind aber viel mehr. Mit unserer Veranstaltung wollen wir den Blick auf das ‚alltägliche‘ Leben an Bord nach einer Rettungsaktion richten. Das oftmals mehrere Tage bis Wochen dauernde, erzwungene Zusammenleben fremder Menschen auf engsten Raum, die ungewisse Zukunft und die traumatisierenden Erfahrungen der Geflüchteten auf ihrer bisherigen Route stellen enorme Herausforderungen für alle Menschen an Bord dar.
Auf Grundlage seiner Erfahrungen als Medic auf der Sea Watch 3 im Rahmen der Mission 23 mit Carola Rackete, wird Jonas Müller Einblicke geben, wie sich die Menschen an Bord begegneten, wie Fremde zu Freunden, aber auch wie die Tage des Ausharrens zur Belastungsprobe für Crew und Gäste wurden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei der Selbstorganisation an Bord gelten und wie alle gemeinsam, jeden Tag aus Neue versucht haben, durch Einfallsreichtum und Einlassen auf den Anderen, durch Sport, Sprachkurse oder einfach Haare schneiden zusammenzufinden und die Stimmung im Angesicht der Ungewissheit nicht kippen zu lassen.
Nach dem Bericht von Jonas Müller wird es die Chance zum Austausch und zur Diskussion geben.

Eine Veranstaltung des Augsburger Flüchtlingsrates in Kooperation mit Sea Watch e.V.


https://drive.google.com/open?id=1jHIzem5AVp0nvCJcVH5MmFxUNaGWQCeu


Mittwoch, 11. Dezember 2019

FlüRa empfiehlt: spendekunst.org


Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. Bei spendekunst.org kann man einzigartige Geschenke finden. Wenn man mit deren Erwerb dann auch noch den Augsburger Flüchtlinsgrat unterstützt, ist das gut und nicht schlecht.


http://spendekunst.org/

Freitag, 6. Dezember 2019

FlüRa lädt ein: Dublinsystem - eine humanitäre Katastrophe!

Dublinsystem - eine humanitäre Katastrophe!

Grandhotel Cosmopolis
Mittwoch, 11.12.2019, 19.30 Uhr
Seit Jahren werden Asylsuchende zwischen den EU-Mitgliedstaaten hin- und hergeschoben. Ein  Resultat aus der sogenannten Dublin-Regelung. Laut dieser perfiden Regelung müssen Schutzsuchende ihr Asylverfahren in dem EU-Land durchlaufen, das sie zuerst betreten haben. Wenn  also eine Person in Deutschland einen Asylantrag stellt, zuvor jedoch in einem anderen Mitgliedstaat registriert wurde, muss nach der Dublin-Verordnung dorthin „überstellt" – also abgeschoben – werden. An dieser  Praxis wird nach wie vor festgehalten, obwohl unlängst bekannt ist, dass eine solidarische Lösung auf EU - Ebene somit nicht möglich ist.
Aufgrund der politisch gewollten Verwehrung von sicheren Fluchtrouten, ist ein Großteil von Geflüchteten gezwungen, über die EU Grenzen nach Europa zu fliehen. Dies hatte zur Folge, dass die EU Außenstaaten, allen voran die Mittelmeeranrainerstaaten, in den vergangenen Jahren die meisten Geflüchteten aufnehmen mussten. Anstatt an politischen Lösungsstrategien auf EU Ebene zu arbeiten, die es ermöglichen die Menschenrechte zu wahren und zeitgleich die EU - Außenstaaten zu entlasten, wurde die Dublinverordnung beibehalten und systematisch auf Abschottung und Ausgrenzung gesetzt.
Dieses menschenunwürdige System wollen wir an diesem Abend am Beispiel von Abschiebungen nach Italien aufzeigen und kritisieren. Nach einem Input über die aktuelle Dublin-Regelung durch den Augsburger Flüchtlingsrat, folgt ein Erfahrungsbericht eines Betroffenen über die Zustände für Geflüchtete in Italien.
Emanuela Pera, Migrationsberaterin der Caritas berichtet im Anschluss von ihren Erfahrungen von zwei Recherchereisen nach Italien. Dort hat sie mit Kolleg*innen im März und Oktober 2019 solidarische NGOs besucht . Der Fokus ihres Berichts liegt auf deren asylpolitischer Arbeit nach dem Salvini-Dekret.

Ablauf:
Einführung in die Thematik
Interview mit einem Betroffenen
Reisebericht

Wir freuen uns auf Eure (An-)teilnahme 

Eintritt ist frei. Spenden erwünscht!

Montag, 25. November 2019

Alle-bleiben-hier-Stammtisch! 27.11.2019


Reclaim the Stammtisch – Ein Stammtisch für Aufklärung und Gegenkultur.

Der Stammtisch gegen Abschiebungen richtet sich an alle, die an der Arbeit des Flüchtlingsrates interessiert sind, in lockerer Runde über eine solidarische Migrationspolitik, Alternativen zu Grenzmauern etc. diskutieren, Pläne schmieden oder einfach nur rumsitzen, neue Leute kennenlernen und Kickern möchten.

The "Stammtisch gegen Abschiebungen" is aimed at all those who are interested in the work of the Refugee Council, would like to discuss in a relaxed atmosphere about a solidary migration policy, alternatives to border walls, etc., or simply want to sit around, meet new people and play tabel soccer.



Solidarische Stadt erkämpfen! Demo am 30.11.2019

Grassierender Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus, ein zertrümmerter Sozialstaat und im Mittelmeer ertrinken Menschen infolge einer tödlichen EU-Migrationspolitik... Die Zustände sind fatal! Wir wollen das nicht unkommentiert lassen und fangen vor Ort an, die Verhältnisse umzukrempeln. Gemeinsam mit zahlreichen befreundeten Organisationen rufen wir für kommenden Samstag auf zur Großdemonstration

Solidarische Stadt erkämpfen!

Kommt zahlreich, seid bunt und laut!



Donnerstag, 10. Oktober 2019

4, 3, 2, 2... Endspurt beim FluchtFilmFestival 2019


Drei Tage, vier Filme, zwei Publikumsgespräche, zweimal freier Eintritt…
Endspurt bei Breaking Borders-FluchtFilmFestival 2019



Sieben Tage FluchtFilmFestival liegen bereits hinter uns und schon jetzt wollen wir uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die in die Kinos und Cafés gekommen sind, um mit uns gemeinsam Filme zu sehen, zu diskutieren und bei der Eröffnungsparty das Tanzbein zu schwingen. Für eine abschließende Bilanz ist es freilich noch zu früh, denn noch liegen drei Festivaltage vor uns, die einiges an Programm zu bieten haben.


1) Zunächst möchten wir mit großer Freude darauf hinweisen, dass wir aufgrund einer großzügigen Förderung freien Eintritt für die das Festival beschließende Filmvorführung von Narben der Flucht gewähren kommen. Auf diese Wiese hoffen wir nicht zuletzt, auch all jenen den Zugang zum Festival zu ermöglichen, die sich Kinokarten üblicherweise nicht leisten können.
Sonntag, 13.10.2019, 18.00 Uhr - Liliom - Narben der Flucht (Spielfim 2019), danach Publikumsgespräch mit dem Regisseur und weiteren Mitwirkenden
**Freier Eintritt**
Der Spielfilm NARBEN DER FLUCHT ist ein Jugendfilmprojekt der Kommunalen Jugendarbeit Eichstätt, das von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf die Beine gestellt wurde. Ob Drehbuch oder Regie, ob vor oder hinter der Kamera – die vielen jungen Menschen, die dabei mitgewirkten, haben unzählige Stunden und Unmengen an Energie in diesen Film gesteckt, allen voran Mahmud Hassan.
Den jungen Menschen, die an dem Film mitgewirkt haben, ist es ein Anliegen darzustellen, warum junge Menschen nach Deutschland fliehen, wie sie hier ankommen, auf welche Probleme sie hier treffen. Den Machern ist wichtig zu zeigen, dass es nicht DEN Geflüchteten, gibt, so wenig wie es DEN Deutschen gibt. Aber dass wir lernen können, uns alle als gleichberechtigte Menschen zu sehen und in Frieden zusammenzuleben.
Mehr Informationen zum Film finden Sie hier: https://fluchtfilmfestival.noblogs.org/?page_id=144

2) Ein weiteres Highlight steht bereits am Samstag an: im Textilmuseum (TIM) werden wir zunächst den Film Der Gedanke Dazusein zeigen. Im Anschluss laden wir zur Podiumsdiskussion Da sein in Augsburg. Zwischen Ankommen in der Stadtgesellschaft und Ausgrenzung in den Ankerzentren mit den beiden Regisseurinnen sowie Vertreter*innen der Augsburger Zivilgesellschaft (u.a. Grandhotel Cosmopolis).
Samstag, 12.10.2019, 19.00 Uhr - TIM - Der Gedanke Dazusein (2018 Dokumentarfilm), danach Podiumsdiskussion und Publikumsgespräch
**Freier Eintritt**
Seit dem sogenannten „Sommer der Migration" 2015 dreht sich vieles im gesellschaftlichen und politischen Diskurs um das Schlagwort „Integration". Aber was bedeutet das eigentlich? Ausgehend von einem Integrationsbegriff, der den sozialen Zusammenhalt aller in einer Gesellschaft lebenden Menschen in den Blick nimmt, versuchen die Filmemacher*innen, die Frage, wie ein gutes Leben für alle aussehen könnte, zu beantworten. Mit dem Fokus auf Good-Practice-Beispielen in Deutschland und Österreich wird der Blick weg von Zuwanderung als Problem und hin zu den entstehenden Möglichkeiten gelenkt. 
Mehr Informationen zum Film finden Sie hier: https://fluchtfilmfestival.noblogs.org/?page_id=86

3) Am Freitag und Samstag sind wir zudem auch noch jeweils einmal im Liliom zu Gast und zeigen die Filme Rafiki und Vor der Morgenröte. Beide Filme nehmen zentrale Fragen und Aspekte von Flucht und Migration in den Blick – einmal in historischer und zugleich leider höchst aktueller Perspektive des emigrierten Autors Stefan Zweig, einmal in gegenwärtiger Perspektive aus dem Blickwinkel einer Frau, die in ihrer Heimat mit einer  patriarchalen und heteronormativen Herrschaftsstruktur konfrontiert ist.
Fr., 11.10.’19, 18.00 Uhr - Liliom – Rafiki; Infos: https://fluchtfilmfestival.noblogs.org/?page_id=155
Sa., 12.10.’19, 18.00 Uhr - Liliom - Vor der Morgenröte; https://fluchtfilmfestival.noblogs.org/?page_id=149


Anfragen bitte an: fluechtlingsrataugsburg@gmail.com