Sonntag, 4. September 2022

FlüRa lädt ein: "Grenzen aus Glas" - Buchvorstellung mit Peter Birke am 29.09.2022

 Buchvorstellung und Diskussion mit Peter Birke

Beginn: 18:45

Ort: Grandhotel Cosmopolis (bei gutem Wetter im Biergarten) 

**Die Veranstaltung wird auch gestreamt:

https://us02web.zoom.us/j/87177155838?pwd=di9sYVRqQnZkeHZqZE9pV3lydm1qUT09 

Meeting-ID: 871 7715 5838

Kenncode: 745676

In Peter Birkes Buch geht es um Arbeit, die hart ist, schlecht bezahlt und Körper und Seele schädigt. Im Mittelpunkt stehen Beschäftigte, die nur sehr selten öffentlich sichtbar sind. Aber es geht auch darum, wie man den Kopf über Wasser halten kann – wie man trotzdem ankommt, weitermacht, für bessere Lebensbedingungen kämpft. Es wird über eine Krise gesprochen, die schon seit langer Zeit existiert, lange vor der Pandemie und den öffentlichen Debatten, die sie über migrantische Arbeit ausgelöst hat. Es wird gefragt, wie man zum Migranten, zur Migrantin gemacht wird und wie man den Zumutungen, die damit verbunden sind, entkommen kann. Der Zusammenhang zwischen Arbeitsverhältnissen, Rassismus und Kämpfen der Migration muss ins Blickfeld gerückt werden, um diese Fragen zu beantworten.


 
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit ZAM e.V. statt und wird unterstützt von samo.fa
 

 

 

Donnerstag, 4. August 2022

Sommerpause

Der FlüRa macht eine kurze Sommerpause. Das nächste offene Plenum findet am 31.08.2022 um 20:00 im Grandhotel Cosmopolis statt.


FlüRa takes a short summer break. The next open plenary will take place on 31.08.2022 at 8pm at Grandhotel Cosmopolis.



Sonntag, 31. Juli 2022

FlüRa lädt ein: "Grenzen aus Glas" - Buchvorstellung mit Peter Birke am 29.09.2022

 Weitere Infos folgen.



 

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation und mit freundlicer Unterstützung von samo.fa


 



Freitag, 15. Juli 2022

Sommer-Alle-bleiben-hier-Stammtisch am 27.07.

Reclaim the Stammtisch – Ein Stammtisch für Aufklärung und Gegenkultur.

**27.07.2022**
**im Grandhotel-Biergarten**
**ab 19.00**
 
Der Stammtisch gegen Abschiebungen richtet sich an alle, die an der Arbeit des Flüchtlingsrates interessiert sind, in lockerer Runde über eine solidarische Migrationspolitik, Alternativen zu Grenzmauern etc. diskutieren, Pläne schmieden oder einfach nur rumsitzen, neue Leute kennenlernen möchten.
 
The "Stammtisch gegen Abschiebungen" is aimed at all those who are interested in the work of the Refugee Council, would like to discuss in a relaxed atmosphere about a solidary migration policy, alternatives to border walls, etc., or simply want to sit around, meet new people and enjoy the evening.
 

 

Dienstag, 28. Juni 2022

FlüRa-PM zum Sterben-lassen in Melilla, 29.06.2022

 Schweig. Still. Europa.

Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrates zum Sterben-lassen in Melilla, 29.06.2022

 

Am vergangenen Freitag sind nach Augenzeug*innenberichten mindestens 37 Menschen in Melilla ums Leben gekommen. Sie waren auf der Suche nach einem besseren Leben und die EU hatte ihnen nur den Tod zu bieten. Sie sind die jüngsten Opfer eines brutalen, mörderischen Grenzregimes, das offenbar alles daran setzt, die Festung Europa bedingungslos zu verteidigen. Abschreckung erfolgt schon längst nicht mehr nur mit Worten, sondern durch blutige Taten. Die erschreckenden, ja, schockierenden Bilder des brutalen Polizeieinsatzes stellen das eindrücklich unter Beweis. Videoaufnahmen von vergangener Woche zeigen, wie tote und halbtot geprügelte Menschen zu Haufen geschichtet werden, am Boden liegenden, wehrlosen Menschen wird schonungslos rohe Gewalt angetan.

Wir können, wollen und dürfen das nicht unkommentiert hinnehmen! Es darf nicht sein, dass sich eine jeglicher Moral und Empathie entkleidete Friedensnobelpreisträgerin unter dem symbolpolitischen Mäntelchen dieser Auszeichnung rassistischen Gewaltexzessen hingibt! Es darf nicht sein, dass der sozialdemokratische Ministerpräsident des spanischen Staates diesen tödlichen Polizeieinsatz auch noch als außergewöhnlich gute Arbeit lobt! Es darf nicht sein, dass kein Aufschrei durch Europa geht! Es darf nicht länger sein, dass wir schweigen! Wir wollen uns nicht an diese Bilder gewöhnen, ebensowenig, wie wir uns an das staatlich tolerierte Sterben im Mittelmeer gewöhnen möchten.

Die spanische Exklave Melilla ist 1.845,29 km Luftlinie von Augsburg entfernt. Das liegt näher als andere Orte, über die in jüngerer Zeit in anderen Kontexten als in »unmittelbarer Nachbarschaft liegend« berichtet wurde. Der medial und von politischen Entscheidungsträger*innen in Endlosschleife wiederholte Verweis auf die geographische Nähe soll augenscheinlich ein Gefühl von Verbunden- und Betroffenheit auslösen, um die dringend gebotene Solidarität mit Menschen zu bewirken, die zu Opfern eines brutalen Angriffskrieg geworden sind. Wir können das nur unterstützen. Wir fordern unbürokratische Hilfen und Unterstützung für sämtliche Kriegsflüchtlinge. Denn Krieg ist für alle Krieg. Zugleich fordern wir aber auch dieselbe Empathie, Fürsorge und Solidarität für jene Menschen, die in geringerer Distanz ebenfalls auf der Suche nach einem Leben jenseits von Krieg und Perspektivlosigkeit sind. Für jene Menschen also, von denen die EU und ihr Sicherheitsapparat am vergangenen Freitag 37 hat sterben lassen.

 


Weitere Informationen:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-umgang-melilla-101.html

https://www.sueddeutsche.de/politik/migration-spanien-marokko-1.5609695

https://www.sueddeutsche.de/meinung/kommentar-flucht-tote-europa-1.5611086

https://www.sueddeutsche.de/meinung/melilla-tote-marokko-sanchez-grenzschutz-europa-kriegsrhetorik-1.5609444

 


 

 

Montag, 13. Juni 2022

Don´t forget Afghanistan - Vortrag und Gespräch am 29.06.2022

Veranstaltung im Rahmen der Refugee Week

Veranstalter: Augsburger Flüchtlingsrat

Ort und Zeit: Grandhotel Cosmopolis, Augsburg, 29.06.2022, 18.00 Uhr

 ACHTUNG! DIE VERASNATLTUNG MUSS LEIDER VERSCHOBEN WERDEN!
WEITERE INFOS FOLGEN

Don´t forget Afghanistan - Vortrag und Gespräch

 Referent*innen: Sara Pfau (Jugendliche ohne Grenzen, Kabul Luftbrücke), Lida und Benafsha Ansari (evakuierte Staatsanwältin aus Afghanistan und ihre Schwester), Yama Rahimi (Künstler, unterstützt afghanische Künstler*innen bei ihrer Evakuierung aus Afghanistan) und Musik von Farhad Ooyenda

 Der Herbst 2015 als die Taliban nach dem Rückzug westlicher Streitkräfte Afghanistan überrannten ist weitestgehend aus den medialen Debatten verschwunden. Verschwunden sind auch die Bilder von Menschen, die noch verzweifelt versuchen die letzten Flüge aus Afghanistan ins Ausland zu erreichen. Das Schicksal von afghanischen Ortskräften, von Frauen und Menschenrechtler*innen wird kaum mehr thematisiert. Die Aufnahme aus Afghanistan läuft schleppend und der Beginn des versprochenen Aufnahmeprogramms steht noch aus.

Gleichwohl gibt es etliche Unterstützten*innen und Initiativen die im großen wie im kleinen gemeinsam fordern: Don´t forget Afghanistan.  Sara Pfau, die für die Organisation Kabul Luftbrücke arbeitet, Lida und Benafsha Ansari, die sich für die für die Rechte und die Evakuierung von Frauen und Mädchen aus Afghanistan einsetzten, sowie Yama Rahimi, der eine Künstler*innen-Initiative gegründet hat, beleuchten die aktuelle Situation von Menschen in Afghanistan sowie Situation zur Evakuierung gefährdeter Menschen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Eintritt frei, Spenden sind erwünscht. 



Samstag, 11. Juni 2022

Refugee Week 2022

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Refugee Week in Augsburg!

Dabei erwarten uns zwischen 17. Juni und 7. Juli über 30 Aktionen, Termine und Veranstaltungen von nahezu 40 Veranstalter*innen. Guckt auf die Homepage und ins Programm.

Auch wir sind mit einer Veranstaltung am 29.06. vertreten. Wir peppen unseren Alle-bleiben-hier-Stammtisch unter dem Motto #DontForgertAfghanistan auf und holen ein paar Referent*innen zur aktuellen Situation in Afghanistan nach Augbsurg. Weitere Infos folgen.


 

 

 

Montag, 25. April 2022

Alle-bleiben-hier-Stammtisch

Endlich ist es wieder soweit, wir machen einen Alle-bleiben-hier-Stammtsich und ihr alle seid eingeladen!

Reclaim the Stammtisch – Ein Stammtisch für Aufklärung und Gegenkultur.
**18.05.2022**
**im Grandhotel-Biergarten**
**ab 20.00**
 
Der Stammtisch gegen Abschiebungen richtet sich an alle, die an der Arbeit des Flüchtlingsrates interessiert sind, in lockerer Runde über eine solidarische Migrationspolitik, Alternativen zu Grenzmauern etc. diskutieren, Pläne schmieden oder einfach nur rumsitzen, neue Leute kennenlernen möchten.
 
The "Stammtisch gegen Abschiebungen" is aimed at all those who are interested in the work of the Refugee Council, would like to discuss in a relaxed atmosphere about a solidary migration policy, alternatives to border walls, etc., or simply want to sit around, meet new people and enjoy the evening.
 

 

 

Donnerstag, 14. April 2022

Radiomacher*innen gesucht!

Stay FM und das Grandhotel Cosmopolis bringen das REFUGEE RADIO an den Start!

Ein tolles Projekt, für das jetzt und fortlaufend Radiomacher*innen gesucht werden. Lest unten den Beteiligungsaufruf. Verbreitet und verteilt ihn oder meldet Euch einfach selbst.



 

Hi du!

Du möchtest deine Gedanken und Meinungen teilen? Du hast Lust ein bisschen lauter zu sein? Du willst die Heimat erreichen, aber auch neue Menschen?

Dann haben wir was für dich: deine eigene Radiosendung bei stayfm.com – über alle Grenzen hinweg.

Wer sind wir?

Wir sind stayfm e.V. - ein lokales, unabhängiges und vereinsbasiertes Community Radio aus Augsburg. Wir senden täglich online auf www.stayfm.com: Musik, Themensendungen und Talkshows.

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die die Augsburger Medienlandschaft mitgestalten will. Eine Gruppe von Menschen, die sich mit Ton, Stimme und Musik kreativ ausleben. Eine Gruppe von Menschen, die „gekommen und geblieben“ sind.

Wir möchten uns mit neuen Perspektiven einmischen, Communities verbinden und Menschen in der Diaspora eine Plattform geben.

Was kannst du beim Refugee Radio machen?

Alles was du brauchst, ist Lust auf Radio und ein paar Ideen.

Einmal pro Monat öffnen wir unsere Studiotür für das Grandhotel und du kannst zwei Stunden Programm machen, ob alleine oder mit anderen zusammen: Nutze deine Stimme!

Sprich auf deiner Muttersprache mit Menschen, die sie sonst nirgends zu hören bekommen. Teile deine Geschichte(n). Schreibe deine Eigenen. Oder erzähle Witze, Märchen, Anekdoten. Spiel die Musik, die du gerne hörst oder vermisst und teile deine Erfahrungen mit deiner Community und darüber hinaus.

Melde dich bei uns und gemeinsam entwickeln wir ein Konzept für deine Ideen.

 

stay connected, stay local <3

stayfm x cosmopolis

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Kontakt:

An der Lobby im Grandhotel, oder

Email: hello@stayfm.com

Instagram: @radiostayfm

Sonntag, 27. März 2022

Housing Action Day am 26.03.2022

Wohnen für Menschen statt für Profite! Augsburger*innen nehmen sich ihren Stadtraum zurück.
 

Mehr als ein Dutzend Augsburger Organisationen und Vereine
haben sich zum Bündnis 'Augsburg für alle' zusammengeschlossen, um im
Rahmen des internationalen 'Housing Action Days' am 26. März 2022 gegen
Missstände im Wohnsektor, Leerstände und Immoblienspekulation zu
protestieren. Unter dem Motto "Wohnen für Menschen statt für Profite!"
treffen sie sich um 13 Uhr auf dem Rathausplatz, um anschließend in
einer langen Demonstration wohnungspolitisch relevante Orte der
Augsburger Innenstadt zu besuchen. Mit im Augsburger Bündnis sind u.a.
der Augsburger Flüchtlingsrat, attac, Tür an Tür, ZAM e.V., das
Klimacamp sowie diverse politische Wohnprojekte.

Aufhänger für die Aktionen sind die steigenden Mietpreise in Augsburg
bei gleichzeitigem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Um darauf zu
reagieren fordert das Bündnis von der Stadt Augsburg die Festlegung von
Höchstmieten, den Ausbau und Schutz von sozialem Wohnungsbau sowie ein
Verbot von Leerstand und Wohnraumzweckentfremdung. Insbesondere für
geflüchtete und wohnungslose Menschen soll von der Stadt ausreichender
und würdevoller Wohnraum sichergestellt werden. "Es kann nicht sein,
dass einerseits Menschen ihre Miete nicht mehr bezahlen können und
andererseits riesige Häuser mitten in der Innenstadt leer stehen",
erklärt Franziska Falterer(25) vom Bündnis 'Augsburg für alle'.

Auch die Legalisierung von Hausbesetzungen findet sich in den
Forderungen. "Hausbesetzungen sind politisch", meint Otto H. (20) vom
Bündnis 'Augsburg für alle' dazu. "Es geht dabei um die bewusste
Aneignung von leerstehendem Raum und die Schaffung von kreativen, linken
Freiräumen – nicht um die willkürliche Inbesitznahme von Häusern." Um
die Bedeutung kultureller Freiräume zu zelebrieren, sind deshalb für den
Samstagabend Konzerte und eine 'Küche für alle' in der Ballonfabrik
'fabrik unique' geplant.

Dem Bündnis geht es im Kern um die Demokratisierung der
Stadtentwicklung, wie sie auch in ihrem Namen 'Augsburg für alle'
ausdrücken. Diesem Namen wollen sie während der Demonstration und in
einem vielfältigen Rahmenprogramm am gesamten Wochenende alle Ehre
machen. "Die Stadt gehört uns allen, die darin wohnen. Deshalb wollen
wir sie auch aktiv mitgestalten", so Marvin Peitsch (22) vom Bündnis
'Augsburg für alle'.


Weitere Infos zu Programm und Forderungen:
www.augsburgfueralle.noblogs.org


 

Mittwoch, 2. März 2022

Pressemitteilung anlässlich der aktuellen Situation in der Ukraine und Europa --- 03.03.2022

In der Ukraine herrscht Krieg, zahlreiche Tote und Verletzte sind zu beklagen – auch in der Zivilgesellschaft. In den umkämpften Gebieten werden Wohnhäuser und die öffentliche Infrastruktur in Mitleidenschaft gezogen, zum Teil komplett zerstört. Unzählige Menschen befinden sich auf der Flucht, laut UN-Flüchtlingshochkommissariat sind bis 03.03. bereits ca. 875.000 Ukrainer*innen über die Grenzen geflohen. Ihr Weg führt sie fast ausschließlich auf das Territorium der EU, hauptsächlich nach Polen, aber auch nach Ungarn, Rumänien und in die Slowakei. Zugleich wird eine Rüstungsspirale in Gang gesetzt, in deren Dynamik der 100 Milliarden umfassende Sondertat der deutschen Bundesregierung ein vorläufiges trauriges Highlight darstellt.

Während hierzulande angeblich seriöse Medien von einer neuen Runde im Kampf der Kulturen schwadronieren und ihren Huntington aus dem Regal kramen, zeigen zivilgesellschaftliche Akteure vor Ort und im restlichen Europa, was Solidarität und Mitmenschlichkeit bedeuten. In beeindruckendem Tempo werden Decken, Schlafsäcke und Zelte gesammelt, Essen gekocht, Mitfahrgelegenheiten und Schlafplatzbörsen organisiert. In der russischen Zivilgesellschaft regt sich zudem immer mehr Widerstad gegen das politische Regime und seinen Krieg. Es ist wunderbar, all das in diesen Zeiten zu beobachten.

Auch die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten wollen dem in nichts nachstehen und verkünden vollmundig eine umfassende Aufnahme der aus der Ukraine fliehenden Menschen und versprechen ihnen beschleunigte Verfahren. Die EU möchte erstmalig die sogenannte "Massenzustrom"-Richtlinie aktivieren, die Kriegsflüchtlingen ohne ein aufwendiges Asylverfahren Schutz garantiert. 

Diese Kehrtwende der Mitgliedsstaaten und der EU-Bürokratie sind unbedingt zu begrüßen. Es muss momentan alles daran gesetzt werden, die Kriegshandlungen auf dem Territorium der Ukraine zu beenden und den Betroffenen schnellen, unbürokratischen und umfassenden Schutz zu gewährleisten!

Und doch versetzt uns diese Kehrtwende auch in ein gewisses Erstaunen und Fassungslosigkeit. Gerade noch blockierten Staaten wie Polen die Aufnahme von Flüchtenden an der Grenze zu Belarus. Tag für Tag sind Push-backs, Gewalt und Tod im Mittelmeer oder etwa an der griechischen Außengrenze auf der Tagesordnung. In Syrien herrscht nach wie vor staatlicher Krieg gegen die eigene Bevölkerung und die kurdisch verwalteten Regionen stehen unter dauerhaftem Beschuss von mehreren Seiten. Von dort, wie auch aus vielen anderen Regionen machen sich Menschen tagtäglich auf gefahrvolle Fluchtwege und die EU kennt in aller Regel kaum Erbarmen. In Libyen sorgt bspw. eine sogenannte Küstenwache mit Unterstützung und unter expliziter Tolerierung der EU für Leid und Elend – und insbesondere dafür, dass sich so wenige Menschen wie möglich auf die Bootsfahrt Richtung Europa machen.

So sehr wir vor diesem Hintergrund die unbedingte Aufnahmebereitschaft und Versorgung ukrainischer Geflüchteter begrüßen, kritisieren wir zugleich die Selektivität der EU im Umgang mit Menschen, die unter Krieg und Perspektivlosigkeit leiden. Eine Selektivität, die sich übrigens trotz aller Bekundungen einer allgemeinen Aufnahmebereitschaft schon jetzt an der polnischen Außengrenze zu reproduzieren scheint: wie die Tagesschau und andere unabhängige Beobachter*innen berichten, wurden Menschen nicht-weißer Hautfarbe offenbar an der Einreise gehindert.

Wir schließen uns dem Plädoyer der im polnisch-ukrainischen Grenzgebiet tätigen, flüchtlingssolidarischen Organisation Ocalenie aus Polen an: Wir möchten in einem Land leben, in dem Flüchtlinge nicht nach Hautfarbe, Glaube oder Ethnie unterschieden werden!

Wir fordern: Öffnet die Grenzen für alle von Krieg und Perspektivlosigkeit betroffenen Menschen - egal welcher Herkunft!

 

Aktuelle Informationen und Zahlen finden sich bspw. beim UNHCR oder dem Mediendienst Migration.

 Berichte von der ungarisch-ukrainischen Grenze finden sich u.a. bei Bordermonitoring.

Freitag, 25. Februar 2022

Zur Situation in der Ukraine --- Spendenaufruf

 In der Ukraine herrscht Krieg!

In der Ukraine herrscht Krieg und es kann niemanden verwundern, dass viele Menschen vor der militärischen Gewalt fliehen müssen. Es ist beruhigend zu hören, dass Europäische Staaten ukrainische Geflüchtet aufnehmen möchten. Wie viele andere Organisationen, etwa Pro Asyl oder der Bayerische Flüchtlingsrat, fordern auch wir, dass es sichere Fluchtwege geben muss.

Es braucht schnelle und unbürokratische Hilfen für die existenziell betroffenen Menschen vor Ort!

Die visumsfreie Einreise und der Familiennachzug müssen garantiert werden!

Es braucht einen sofortigen Stopp von Abschiebungen in die Ukraine!


Und es braucht die Zivilgesellschaft. Um diesen Forderungen gegenüber den politischen Verantwortungsträger*innen Nachdruck zu verschaffen und um vor Ort die schlimmste Not zu bekämpfen. Deshalb rufen wir hiermit zu Spenden für Mission Lifeline auf, die einen Hilfskonvoi an die Ukrainische Grenze schickt. Mehr Infos hier: https://mission-lifeline.de/ukraine/