Dienstag, 23. Januar 2024

Demo gegen Rechts --- 03.02., Rathausplatz, 14:00

Wir sind mit dabei gegen Rechts, gemeinsam mit Grandhotel Cosmopolis, Open Afro Aux, Feministisches Streikkomitee Augsburg, ZAM e.V., Sozialer Mapf, Augsburg für Alle, Die Seiferei - selbstverwaltet & solidarisch, Autonome Bande Augsburg & Oben Ohne Kollektiv!




Montag, 15. Januar 2024

FlüRa-Erklärung gegen Rechts, 15.01.2024

 

Niemals darf wieder jemand behaupten dürfen, man hätte von nichts gewusst

 

Am vergangenen Mittwoch hat das Recherchenetzwerk CORRECTIV seine Reportage über ein Zusammentreffen rechtsextremer Akteure aus ganz Deutschland veröffentlicht. Der Bericht hat Staub aufgewirbelt und das zu Recht. Führende Kader der AfD, rechte Demagogen, finanzstarke Unternehmer und ein Aktivist der rechtsextremistischen Identitären Bewegung aus Österreich kamen am Lehnitzsee zusammen, um ihre menschenverachtenden Deportationspläne im Falle einer Machtübernahme zu konkretisieren. Ihre gewaltsamen Vertreibungsabsichten gelten in erster Linie (post)migrantischen und migrantisierten Menschen, aber auch all jenen, die sie als ihre politischen Gegner*innen ausmachen. Explizit wurden dabei auch in der Geflüchtetensolidarität engagierte Menschen als Ziele ihrer völkischen Säuberungspolitik benannt. Nicht nur, aber auch deshalb wollen wir uns als Augsburger Flüchtlingsrat in diesem Kontext zu Wort melden.

Es ist gut, dass es die Recherche des CORRECTIV-Netzwerks gibt. Und es ist gut, dass die Recherche etwas Staub aufwirbelt. Nicht, dass es den von rechtem Hass Betroffenen nicht schon zuvor klar gewesen wäre. Aber es schadet sicherlich nicht, wenn es laut, deutlich und immer wieder in die Öffentlichkeit getragen wird: Wir haben es in Deutschland und Europa mit einem seit Ende des Zweiten Weltkriegs beispiellosen Rechtsruck zu tun. Der Faschismus breitet sich aus. Er breitet sich in Griechenland, Italien, Ungarn, Portugal, Spanien, Frankreich und an vielen anderen Orten aus. Und er breitet sich auch in der Bundesrepublik aus. Er findet seinen Weg in die Parlamente, in die Institutionen, in den öffentlichen Diskurs und in immer mehr Köpfe der Bevölkerung.

Gleichwohl sind die in einem Luxushotel bei Potsdam verhandelten Themen keineswegs neu. Wer in den letzten Jahren bspw. eine Veröffentlichung von AfD-Politiker*innen wie Bernd Höcke in die Hand bekommen oder womöglich gar die Erkenntnisse eines der zahlreichen antifaschistischen Recherchekollektive zu Kenntnis genommen hat weiß, dass nichts an den Inhalten der CORRECTIV-Reportage wirklich neu ist. Niemand hätte überrascht sein müssen. Statt all das also schon früher zur Kenntnis zu nehmen, war es in den letzten Jahren vielmehr oftmals so, dass antifaschistische Kräfte mit staatlichen Repressionen überzogen, in ihrer Arbeit behindert und kriminalisiert wurden.

Aber wie gesagt: Es ist gut und wichtig, dass zivilgesellschaftliche Akteure diesen Dynamiken trotzen und weiterhin aufdecken, wo und wie die Rechten ihre menschenverachtende Politik planen.

Anders als häufig in den Medien zu hören und zu lesen ist, handelt es sich bei alledem aber wohlgemerkt nicht um ein bloßes AfD-Problem. Ohne Zweifel ist die AfD die derzeit erfolgreichste parteiförmige Manifestation des Rechtsextremismus in Deutschland. Die AfD aber gedeiht nicht zuletzt deshalb so prächtig, weil ihr von nahezu allen anderen politischen Kräften in der BRD der ideologische und diskursive Nährboden bereitet wird. Wenn der sozialdemokratische Kanzler Scholz auf dem Spiegel-Cover nicht etwa eine solidarische Sozialpolitik propagiert, sondern kraftmeiernd nach Abschiebungen im großen Stil verlangt, wenn der privatversicherte Führer der größten Oppositionspartei völlig wahrheitswidrig von Asylbewerbern in Zahnarztpraxen schwadroniert, wenn Lindner und Buschmann die verfassungswidrige Kürzung von Sozialleistungen für geflüchtete Menschen fordern, wenn allerorten Politiker*innen die Axt an das individuelle Recht auf Asyl legen und im Geiste Seehofers von Migration als der „Mutter aller Probleme“ fabulieren, dann verdeutlicht das, wie selbstverständlich und allgegenwärtig das ausgrenzende und menschenfeindliche rechte Denken mittlerweile ist, das die Demokratie und den Rechtsstaat bedroht. Als Frauke Petry und Beatrix von Storch 2016 den Schießbefehl an der Grenze forderten, mobilisierte das in Augsburg unter dem wahrscheinlich irgendwie lustig gemeinten Slogan Amore statt Peng Peng noch unzählige Menschen zum Protest auf den Rathausplatz. Kurt Gribl und seine CSU-Konsorten waren damals ganz vorne mit dabei. Wenn heute jedoch mit Jens Spahn ein führender CDU-Politiker fordert, „mit physischer Gewalt irreguläre Migrationsbewegungen auf[zu]halten“, dann löst das bei seinen Parteifreunden und in der breiteren Öffentlichkeit nur noch ein müdes Gähnen aus.

Diesem Trend gilt es entgegenzutreten. Es gilt, antifaschistischen Widerstand zu organisieren und zu bündeln. Der Anfänge können wir nicht mehr wehren, dafür sind die Entwicklungen schon zu weit fortgeschritten. Aber wir können alles erdenkliche Tun, um diesen Trend umzukehren, um den Faschismus von der Straße und aus den Hinterzimmern, den Parlamenten und den Köpfen zu bekommen. Wir müssen es tun, weil uns keine andere Wahl bleibt!

Auf den Staat können wir uns dabei wohl nicht wirklich verlassen. Wenn besagter Kanzler Scholz im rechten Geheimtreffen von Potsdam ein verfassungsrechtliches Problem erkennt und nach dem Verfassungsschutz ruft, dann müssen wir zuerst an Hans-Georg Maaßen denken, der diese Institution über Jahre hinweg leitete und auch in diesem Amt sein rechtsextremes Gedankengut verbreitete. Wenn nach intensivierten Aktionen der Sicherheitsbehörden gerufen wird, dann müssen wir zuerst an den NSU, den NSU 2.0, an Oury Jalloh und viele andere Opfer von Polizeigewalt denken, an das Versagen der Behörden rund um die rechten Terrorakte von Hanau und Halle usw. usf. Auch die etablierten Parteien bieten uns derzeit ganz offensichtlich keine Möglichkeit zur Kooperation. Von ganz rechts außen getrieben, überbieten sich auch die bürgerlichen Kräfte der sogenannten Mitte in rechter Rhetorik und ausgrenzender Politik. Das Lob, das aus der rot-grün-gelben Ampelregierung über die unlängst auf europäischer Ebene mit deutschem Segen verabschiedeten, menschenrechtlich fatalen GEAS-Regelungen zu hören war, spricht dafür Bände. Ebenso wie der Schmusekurs gegenüber den Faschist*innen an der italienischen Regierung.

Wir müssen uns also zivilgesellschaftlich zusammenfinden und gegen den Rechtsruck eintreten. Neben dem Zurückdrängen rechten Denkens und Tuns bedeutet das nicht zuletzt auch, für den Erhalt des individuellen Rechts auf Asyl zu streiten und selbstorganisiert all jenen Menschen Schutz und Solidarität zu verschaffen, die von rechter Gewalt bedroht oder betroffen sind!

 

 

Samstag, 7. Oktober 2023

Alles neu macht der Herbst: Offenes Plenum beginnt ab jetzt um 18:00

Ab dem nächsten Plenum, also am 18.10.2023, beginnt das offene FlüRa-Plenum immer um 18:00.

Treffpunkt bleibt wie gehabt das Café im Grandhotel Cosmopolis.

Alle sind willkommen, um einfach mal reinzuschnuppern, Themen einzubringen oder auch regelmäßig aktiv zu werden.

Die nächsten Termine sind:

13.12.2023

Am 27.12.2023 macht FlüRa Winterpause!

10.01.2024

24.01.2024


Wir freuen uns auf Euch!



Montag, 14. August 2023

FlüRa lädt ein: Lesung und Diskussion mit Franziska Grillmeier

 

Mehr Infos hier...


Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit AFFA – Augsburger Forum Flucht und Asyl der Lokalen Agenda 21.

Mittwoch, 2. August 2023

FlüRa lädt ein: Lesung und Diskussion mit Franziska Grillmeier

 
FlüRa lädt ein im Rahmen des Grandhotel-Geburtstagswochenendes

"Die Insel – Ausnahmezustand an den Rändern Europas"

 
Lesung und Diskussion mit Franziska Grillmeier im Rahmen des Grandhotel-Geburtstagswochenendes. Moderation⁺: Franz Dobler 
Freitag 22.09. um 18:00 Uhr im Grandhotel Cosmopolis
 
 
In aller Klarheit zeigt das Buch von Franziska Grillmeier die Auswirkungen des asylpolitischen Kahlschlags der Europäischen Union, der von der Ampel-Regierung bereitwillig mitgetragen wird: die Verlagerung des Flüchtlingsschutzes an die Außengrenzen der EU. An der polnisch-belarussischen Grenze werden Geflüchtete abgewehrt, in Ungarn werden sie inhaftiert, an der kroatisch-bosnischen Grenze von maskierten Polizeikräften über die Grenze zurückgeprügelt. Diese Aufzählung lässt sich fortführen, doch mehr als alles andere symbolisierte die Insel Lesbos in den letzten Jahren den europäischen Versuch, Geflüchtete an der Außengrenze festzuhalten, als schäbiges und schlimmes Signal nach innen wie nach außen: seht her, hier ist für Geflüchtete nichts zu holen, kein Recht, keine Sicherheit. Die jetzigen Bestrebungen gehen dahin, diese Praktiken nachträglich auf ein rechtliches Fundament zu stellen. Franziska Grillmeier lebt seit einigen Jahren auf Lesbos.
 
Eintritt frei, Spenden an den Augsburger Flüchtlingsrat jederzeit möglich.
 
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit AFFA – Augsburger Forum Flucht und Asyl der Lokalen Agenda 21.
 
 

 

Donnerstag, 13. Juli 2023

Jetzt erst recht: Offen bleiben! Gemeinsame Anreise aus Aux!

 Gemeinsame Zug-Anreise aus Augsburg:

Treffpunkt 13:45 HBF Aux/Bahnhofshalle, Abfahrt 14:08 auf Gleis 7.


 Großemo am Sonntag, 16.7. in München

 Ab 16.00 Uhr Gärtnerplatz zur Kundgebung, ab 17.30 Uhr auf dem Marienplatz!

 


 

Dienstag, 11. Juli 2023

Gemeinsame Anreise zur Offen-bleiben-Demo am 16.07.

 Großemo am Sonntag, 16.7. in München

 Ab 16.00 Uhr Gärtnerplatz zur Kundgebung, ab 17.30 Uhr auf dem Marienplatz!

Bringt eure Freund*innen, Arbeitskolleg*innen, Familien, Hunde, Kinder, Kegel mit und lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir für eine solidarische Gesellschaft stehen und sie mitgestalten wollen. Wir sind Viele!

        => mehr Infos hier ==> https://offen-bleiben-muenchen.de/

Medet Euch vorab per Mail an den FlüRa oder kommt einfach direkt zum Gleis, wir können auch einige Bayerntickets übernehmen.